Kinder arbeiten auf einem Feld

Entwicklung heißt: Menschen!, so lautet der Slogan des Referats Entwicklung und Politik im Partnerschaftscentrum Mission EineWelt.

Bild: iStock / yavuzsariyildiz

Kampagnen

Nachhaltige Entwicklung fördern

Globale Zusammenhänge verstehen, beurteilen und wechselseitig lernen – die ELKB will mit Entwicklungsförderung zur Gestaltung einer menschlicheren Gesellschaft beitragen.

Nahrung ist ein Menschenrecht, das wurde schon 1966 von der UNO festgelegt. Aber wie sieht es in der Realität aus? Die Welt könnte zwölf Milliarden Menschen ernähren. Tatsächlich aber hungert eine Milliarde Menschen weltweit, vor allem in Afrika und Asien. Tagtäglich wird das Menschenrecht auf Nahrung mit Füßen getreten.

Fast alle Regierungen der Welt haben das Übereinkommen 182 der Internationalen Arbeitsorganisation der Vereinten Nationen unterschrieben. Darin ist festgehalten, dass die schlimmen Formen der Kinderarbeit verboten sind. Trotzdem arbeiten weltweit 317 Millionen Kinder, davon 126 Millionen unter ausbeuterischen Bedingungen. Dazu zählen Zwangsarbeit und sklavereiähnliche Verhältnisse, Missbrauch von Kindern wie zum Beispiel zur Prostitution, Pornographie und Drogenhandel, sowie alle Arbeiten, die gesundheitliche, moralische oder seelische Gefahren beinhalten.

Die bayerische Landeskirche steht im Dialog mit den Partnern weltweit. Zwei wichtige Themen in der Partnerschaftsarbeit sind der Einsatz für mehr Gerechtigkeit und die Verwirklichung der Menschenrechte vor Ort: Die ELKB und das Partnerschaftscentrum Mission EineWelt setzen sich besonders dafür ein, dass Frauen, Männer und Kinder in Würde und Freiheit leben können.

Zum Engagement im entwicklungspolitischen Bereich gehört neben der Projektarbeit in Partnerländern auch die politische Arbeit zur Veränderungen von Grundbedingungen, die eine nachhaltige Entwicklung verhindern. Natürlich ist es sinnvoll, Bildungsprogramme, medizinische Versorgung, Umwelt- und Menschenrechtsarbeit mit Übersee-Partnern gemeinsam zu realisieren und so vor Ort zu einer Veränderung ungerechter Strukturen beizutragen. Diese Arbeit muss aber an die Ursachen und Wurzeln globaler Ungerechtigkeiten gehen, um mittel- und langfristig umzugestalten. Das setzt Bewusstseinsarbeit auch hierzulande voraus.

Das ist das Anliegen hinter vielen der Kampagnen, die Mission EineWelt selbst oder in Kooperation mit anderen Trägerorganisationen angestoßen und durchgeführt hat.

Millionen Menschen verhungern jedes Jahr, nur weil die Menschheit unfähig ist, die Nahrungsmittel gerecht zu verteilen.

Webseite Kampagne zum Thema Ernährung (Mission EineWelt)    

Menschen müssen ihre Heimat verlassen oder verlieren ihre landwirtschaftliche Lebensgrundlage, weil Staaten und Konzerne Land aufkaufen oder langfristig pachten, weil Menschen durch Konflikte oder Umwelteinflüsse vertrieben.

Webseite Kampagne zum Thema Land (Mission EineWelt)  

In asiatischen Spielzeugfabriken herrschen unmenschliche Arbeitsbedingungen, nur damit wir billiges Spielzeug kaufen können.

Webseite Kampagne Fair Toys (Mission EineWelt)

Kinder schuften in Kleiderfabriken oder Steinbrüchen, damit hierzulande billige Kleidung oder Grabsteine angeboten werden können.

Webseite Kampagne gegen ausbeuterische Kinderarbeit (Mission EineWelt)

An HIV/Aids sterben nach wie vor viele Menschen weltweit, weil sie keinen Zugang zu günstigen Medikamenten bekommen.

Webseite Aktionsbündnis gegen Aids (Mission EineWelt)

Die Liste von Kampagnen, die hierzulande zu einer Veränderung der Einstellungen und einem neuen Bewusstsein der Einen Welt führen sollen, lässt sich leicht fortsetzen. Und das Partnerschaftscentrum Mission EineWelt engagiert sich auch in vielen anderen Themenfeldern.

Kontakt:
Mission EineWelt
Entwicklung und Politik
Dr. Jürgen Bergmann
Telefon: 0911 36672-0
jürgen.bergmann@mission-einewelt.de

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